„Individuelle Studienatmosphäre und optimale Vorbereitung auf das Berufsleben“ – Diana Keucher arbeitet für den DEHOGA Thüringen und studiert Hotel- und Tourismusmanagement an der privaten Berufsakademie in Erfurt Im Oktober 2006 starteten 20 Studenten an der Berufsakademie (BA) Nordhessen, Studienort Erfurt, ihr Studium der internationalen Betriebswirtschaftslehre. Die Erfurterin Diana Keucher (19) studiert seit dem Wintersemester 2006/07 Internationale BWL mit Schwerpunkt Hotel- und Tourismusmanagement. Berufserfahrung sammelt sie im Rahmen ihrer dualen Ausbildung in der Geschäftsstelle des DEHOGA Thüringen. Frau Keucher, was ist das Besondere an einem Berufsakademie – Studium? Das Studium an einer Berufsakademie verbindet die theoretische Vermittlung von Wissen mit der gleichzeitigen praktischen Anwendung und Vertiefung dieser Kenntnisse in einem Kooperationsunternehmen. In meinem Fall bedeutet dies pro Woche zwei Vorlesungstage an der BA und drei Tage praktische Arbeit beim DEHOGA Thüringen. Wie sind Sie auf diese Möglichkeit des Studiums aufmerksam geworden? Ich habe mich schon seit längerem für die Arbeit im Bereich Tourismus interessiert und als Stadtführerin in Erfurt bereits einige Erfahrungen sammeln können. Nun stellte sich nach dem Abitur mit Schwerpunkt Mathematik die Frage nach einer geeigneten Studienrichtung, die beide Interessengebiete verbinden kann. Anhand eines Plakats wurde ich dann eher zufällig auf die BA in Erfurt aufmerksam. Nach einigen Informationsgesprächen stellte ich dann fest, dass der Studiengang Hotel- und Tourismusmanagement sowohl wirtschaftliche, mathematische, aber auch touristische Grundlagen vermittelt und somit ideal auf mein Interessenprofil passt. Nachdem der passende Studiengang gewählt war, hieß es, einen entsprechenden Kooperationsbetrieb für die praktische Ausbildung zu finden. Wie gestaltet sich Ihre Arbeitsphase beim DEHOGA Thüringen? Die Arbeit beim DEHOGA ist eine ideale Ergänzung zum Studium. Hier habe ich die Möglichkeit, das vermittelte Wissen anzuwenden und zu vertiefen. Die Arbeit stellt eine Herausforderung dar, macht aber jeden Tag aufs Neue Spaß. Also wundern Sie sich nicht, falls bei Ihrem nächsten Anruf in der Geschäftsstelle eine neue Stimme am Telefon erklingt. Außerdem gefällt mir die Abwechslung zwischen Theorie- und Praxisphasen sehr gut. Einen generellen Vorteil sehe ich deshalb auch im täglichen Wechsel der Module, sodass nicht wie an anderen Akademien mehrwöchige Pausen zwischen den einzelnen Phasen liegen. So ist man ständig sowohl im Studienbetrieb als auch im Unternehmen integriert. Wie läuft das Studium an der Berufsakademie ab? Wir haben mittwochs und freitags Vorlesungen an der Erfurter BA. Einige Fächer, wie zum Beispiel BWL, Wirtschaftsmathematik oder Volkswirtschaftslehre, haben wir gemeinsam mit den parallelen Studiengängen Steuer- und Prüfungswesen sowie Industrie und Handel. Außerdem erhalten wir Unterricht in den Fächern Recht, Methodenkompetenz und Wirtschaftsenglisch und natürlich werden wir auch in die Grundlagen der Hotellerie und Gastronomie sowie des Tourismus eingeführt. Im März stehen dann die ersten Prüfungen an, die hoffentlich von allen Studenten erfolgreich abgelegt werden. Würden Sie das Studium an der Berufsakademie Erfurt weiterempfehlen? Natürlich ist dieses duale Modell relativ anstrengend und leistungsintensiv. Schließlich absolvieren wir unser Studium in sechs Semestern, also genau wie an einer Fachhochschule, jedoch haben wir durch den hohen Praxisanteil weitaus weniger Zeit für die Studienveranstaltungen zur Verfügung. Man sollte also nicht das typische Studentenleben mit langem Ausschlafen und Party bis spät in die Nacht erwarten – was natürlich nicht heißt, dass wir nicht auch ab und zu mal feiern gehen... Nichtsdestotrotz ist dieses Studium bei einem hohen Maß an Selbstdisziplin und Ehrgeiz jedem zu empfehlen, der eine individuelle Studienatmosphäre genießen und durch die Arbeit im Kooperationsunternehmen sehr gut auf das spätere Berufsleben vorbereitet sein möchte.
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