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Interview mit Katharina Bieler "Weinmajestät Großjena"
Seit dem Wintersemester 2008 studiert Frau Katharina Bieler an der Internationalen Berufsakademie am Studienort Erfurt in der Fachrichtung Hotel- und Tourismusmanagement. Seit Juni 2009 trägt Sie einen besonderen Titel „Weinmajestät Großjena“.  Das Team der IBA gratuliert und nimmt dies zum Anlass etwas mehr über die Aufgabenbereiche und die Verbindung zwischen Studium und Beruf eines „Weinadels“ zu erfahren:

Frau Bieler, welche Beweggründe standen bei Ihrer Entscheidung zu einem dualen Studium in der Fachrichtung Hotel- und Tourismusmanagement im Vordergrund?
Zum einem sollte es ein duales Studium sein, da so eine gute Verbindung zwischen Theorie und Praxis aufgebaut werden kann und man sofort die erlernte Theorie im Praxisbereich umsetzen kann. Dabei war es mir vor allem wichtig nicht nur ein „normales“ Studium zu absolvieren, sondern auch praktische Erfahrungen während des Studiums sammeln zu können. Zum anderen habe ich die Fachrichtung Hotel-und Tourismusmanagement gewählt, da der Tourismus im Saale-Unstrut-Gebiet eine  wesentliche und vor allem wachsende Branche ist und ich mir eine Zukunft in diesem Bereich  sehr gut vorstellen kann. Vorrangig ging es mir dabei darum ebenfalls etwas für den Tourismus und die damit in Verbindung stehende Vermarktung des Saale-Unstrut-Gebietes zu tun.

Seit wann beschäftigen Sie sich mit dem Fachgebiet des Weines  und welche Gründe hat ihr großes Interesse dafür?
Der Wein als Fachgebiet beschäftigt mich schon seit meiner Kindheit, denn mein Heimatort Großjena besitzt eine 1000 jährige Weinanbaugeschichte und gehört auch heute noch zu den Großlagen für Weinbau in der hiesigen Region. Im Jahr 2000 pachteten meine Eltern schließlich einen der Weinberge inmitten der Großlage Großjenaer Blütengrund, wo sie seitdem ein Weinbergscafé und Ferienhausvermietung betreiben. Allein der Weinausschank und die unzähligen Weinverkostungen trugen zum Interesse für den Wein bei. Nicht zuletzt meine Schwester war es, die mich mit dem Amt als 7. Großjenaer Weinprinzessin begeistert hat. Das Fachgebiet Wein interessiert  nicht nur die ältere Generation. Gerade die Vielfalt  an Hofweinfesten der Winzer und Weinfesten zieht zunehmend die Jugend in ihren Bann. 

Wie sind Sie auf diese Möglichkeit des Studiums  an der IBA aufmerksam geworden?
Durch die Recherche im Internet wurde ich auf die IBA und ein duales Studium aufmerksam. 

Nachdem der passende Studiengang gewählt war, hieß es, einen entsprechenden Kooperationsbetrieb für die praktische Ausbildung zu finden. Wie gestaltet sich Ihre Arbeitsphase beim Berghotel zum Edelacker bzw. Weinbauverband Saale Unstrut?
Die Arbeitsphase ist auf die 3 Jahre unterteilt und so konnte ich mein erstes Ausbildungsjahr im Berghotel zum Edelacker in Freyburg absolvieren und lernte die einzelnen Abteilungen und die Arbeit in einem Hotel näher kennen.
Das zweite Ausbildungsjahr wird beim Weinbauverband Freyburg stattfinden, dort habe ich die Chance das Marketing für das Saale-Unstrut-Weinanbaugebiet mit zu gestalten und die Weinfeste zu organisieren. Im letzten und zugleich dritten Ausbildungsjahr werde ich bei einer Tourismusorganisation der Region tätig sein, wahrscheinlich beim Fremdenverkehrsverein Freyburg e.V.. Diese Aufteilung in verschiedene Praxispartner ist sehr interessant, da man einen genauen Einblick in alle Bereiche des Tourismus bekommt.

Welche Ziele haben Sie nach Ihrem Studium, soll  Ihre Zukunft auch dem Wein gewidmet sein?
In Zukunft hoffe ich mein anfängliches Ziel, der Saale-Unstrut-Region treu zu bleiben und mich in der Tourismusbranche für die Region einzusetzen, weiterführen zu können. Dabei denke ich, dass das Fachgebiet Wein dabei immer noch eine Rolle spielen wird, denn was anfänglich Begeisterung war, wird allmählich  zur Leidenschaft! Ein Traum wäre es,  im Marketing für Saale-Unstrut, wie zum Beispiel beim Weinbauverband tätig  zu sein.

Mehr Infos zum Weinbauverband hier.

 

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